Also ich für meinen Teil putze mein Pferd wirklich gerne. Ich finde, das gehört einfach zum Reiten dazu. Ich fände es langweilig, wenn man in den Stall kommen würde, und das Pferd steht fertig geputzt in der Box. Die Jungs bei uns finden das blöd und putzen immer nur ganz schnell. Dabei ist es echt wichtig ein Pferd vor dem Reiten gründlich zu putzen, denn durch das Putzen entfernt man nicht nur den Dreck, sondern massiert auch die Haut des Pferdes, was die meisten Pferde echt super finden. Bei uns hat jedes Pferd sein eigenes Putzzeug. Das ist wichtig, damit man, wenn die Pferde mal krank sein sollten, die anderen Pferde nicht ansteckt. Folgendes findet man in meinem Putzkasten:
- Kardätsche
- Striegel
- Wurzelbürste
- Hufkratzer
- Mähnenkamm
- Schwamm
Mark hat uns erklärt, dass man vor dem Putzen das Pferd sicher anbinden muss um Unfälle zu vermeiden. Am Besten ist es also wenn das Pferd links und rechts am Halfter angebunden wird. Bei uns geht das aber nicht, deshalb binden wir die Pferde immer mit einem Strick an der aber einen Panikhaken hat. Der löst sich ganz schnell, wenn das Pferd einmal Angst bekommt und mit seinem Gewicht rückwärts am Strick zieht.
Beim Putzen fängt man mit dem Striegeln an, um den größten Dreck aus dem Fell zu bekommen. Dazu nimmt man den Striegel in die rechte Hand und geht in kreisenden Bewegungen über das Fell des Pferdes. Ich habe einen Gummistriegel, der ist nicht so hart und tut dem Pferd nicht weh. Es gibt aber auch Striegel aus Metall, die werden von empfindlichen Pferden aber nicht immer gemocht. Mark hat uns erklärt, dass man mit dem Striegel aber nicht überall am Pferd putzen darf. Die Stellen, an denen das Pferd nicht so gut gepolstert ist, wie am Kopf, an den Beinen und an den Hüftknochen, darf man nicht striegeln. Klar, ist bestimmt unangenehm, weil die Haut direkt über dem Knochen liegt.
Wenn man mit dem Striegeln fertig ist, wird das ganze Pferd mit der Kardätsche abgebürstet. Das ist eine spezielle Bürste, an der der Staub gut hängen bleibt. Damit man den Staub aber auch von der Kardätsche wieder runter bekommt, und nicht wieder auf dem Pferd verteilt, wird diese nach jedem Zug am Striegel abgestrichen. Wenn ihr dann nach einiger Zeit in den Striegel schaut, dann könnt ihr super sehen, wie viel Staub auf dem Pony zu finden ist. Den Staub bekommt ihr übrigens ganz einfach aus dem Striegel raus. Einfach den Striegel auf den Boden klopfen. Dann fällt der Staub raus. Manchmal sind die Pferde aber auch ganz schlimm verdreckt. Max wälzt sich zum Beispiel immer gerne im Matsch und ist dann echt dreckig. Dann kann man diese Stellen mit der Wurzelbürste bearbeiten. Die hat nämlich härtere Borsten als die Kardätsche und mit der bekommt man sogar den trockenen Matsch von den Beinen.
Es gibt einige Stellen am Pferd, an denen sie besonders empfindlich sind und an die man deshalb nicht mit einer Bürste dran kommen darf. Das sind zum Beispiel die Augen, die Nüstern, das Maul, den Schlauch oder bei Stuten, das Euter. Logisch, schließlich ist die Haut da echt empfindlich. Deshalb darf man das Pferd da auch nur mit einem feuchten Schwamm putzen.
Vor und nach dem Reiten müssen auch die Hufe des Pferdes ausgekratzt werden. Das ist ganz wichtig, da die Hufe sonst anfangen zu faulen und dem Pferd das Laufen weh tut. Das ist fast so wie bei uns das Zähneputzen! Nach dem Reiten sollte man dann die Hufe säubern und von außen mit Huföl einstreichen. Die Jungs sagen dann immer, wie lackieren den Pferden die Nägel. So ein Blödsinn! Das Huföl hält nämlich das Horn geschmeidig und der Huf kann dann nicht so schnell brüchig werden.
Zum Schluss sind dann Schweif und Mähne dran. Die Mähne kann man einfach mit dem Mähnenkamm auskämmen aber an den Schweif darf man damit nicht. Man würde dem Pferd sonst zu viele Haare ausreißen. Deshalb hat Mark uns gezeigt, wie der Schweif richtig verlesen wird. Dazu nimmt man immer ein paar Strähnen vom Schweif und entwirrt diese. Das kann ganz schön lang dauern und ist manchmal echt nervig. Aber besser so, als dem Pferd die Haare auszureißen.
#1 Kim - 26 November, 10:48 PM
Hallo, ich bin Kim und wollte auch mal was zum Putzen schreiben. Unsere Pferde stehen den ganzen Tag auf der Wiese. Wenn wir sie dann zum Reiten holen, haben wir echt was zu tun. Die sehen aus, als wenn sie den ganzen Tag im Schlamm baden würden. Ich benutze dann immer einen Federstriegel. Das ist super. Den groben Dreck bekomme ich dann immer ganz leicht ab. Klaro, die empfindlichen Körperteile sollte man damit nicht putzen.
Schöne Grüße von mir an alle.
P.S. Lese deine Seite echt gerne.